Projekt auf einen Blick

Foto: Deutsche Bahn AG/Georg Wagner

Schneller. Öfter. Leiser.

Die Neubaustrecke (NBS) von Frankfurt nach Mannheim ist eine zentrale Verbindung im Schnellfahrnetz der Deutschen Bahn. Sie verbindet die beiden Ballungsräume Rhein-Main und Rhein-Neckar und schließt damit die Lücke zwischen den beiden Schnellfahrstrecken Köln–Rhein/Main und Mannheim–Stuttgart. Die beiden bestehenden Strecken Riedbahn und Main-Neckar-Bahn werden durch die neue Strecke entlastet und das Nah- und Fernverkehrsangebot in der Region deutlich verbessert.

Die Planungen der Neubaustrecke sehen einen Verlauf ab Zeppelinheim parallel zur Autobahn A5 und ab Darmstadt entlang der A67 nach Lorsch vor. Ab Lorsch soll die Strecke weitgehend im Tunnel über Lampertheim bis nach Mannheim-Waldhof führen. Darmstadt wird mit einer Nord- und einer Südanbindung an das Personenverkehrsnetz angebunden. Der Güterverkehr aus Mainz erreicht die neue Trasse über die sogenannte Weiterstädter Kurve. Diese Streckenführung hatte sich im Vergleich von mehr als 30 Varianten als die beste erwiesen.

Im Deutschlandtakt

Durch Geschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometer pro Stunde verkürzt sich die Fahrzeit zwischen den beiden Ballungsräumen und erfüllt damit die Vorgaben des Bundesverkehrswegeplans. Außerdem ist sie kompatibel zum Deutschlandtakt. Zusätzlich soll sich die Anzahl der Fernverkehrsverbindungen zwischen den beiden Städten verdoppeln und der Nahverkehr auf den Bestandsstrecken ausgebaut werden. Um die Bevölkerung in der Region entlang der Bestandsstrecken von nächtlichem Güterverkehr zu entlasten, wird ein Großteil des Güterverkehrs nachts zukünftig auf der Neubaustrecke fahren.

Kürzere Reisezeit

Zeitersparnis im Nah- und Fernverkehr

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Besseres Angebot

Deutlich mehr Züge im Nah- und Fernverkehr

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Weniger Lärm

Nachts wird es deutlich leiser

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Mehrstufig entschieden

Die Strecke zwischen Frankfurt und Mannheim zählt zu den Verbindungen mit dem höchsten Verkehrsaufkommen in Deutschland. Um für den stetig wachsenden Zugverkehr gerüstet zu sein, weitet der Bund sein Verkehrsnetz weiter aus. Im Bundesverkehrswegeplan 2030 hat der Bund den Neubau der Strecke Frankfurt–Mannheim bestätigt und mit dem Zusatz „vordringlicher Bedarf“ eingestuft. Seitdem hat die Bahn die Planungen aus dem Jahr 2010 wieder aufgenommen und aktualisiert.

In einem dreistufigen Verfahren erarbeitete die Bahn unter Einbindung des Beteiligungsforums die Trassenführung. Im ersten Schritt ging es um die Anbindung des Güterverkehrs zwischen Mainz und Darmstadt an die NBS mit der „Kurzen Weiterstädter Kurve“. Anschließend wurde die „Schnelle Tunneldiagonale“ als optimale Streckenführung zwischen Lorsch und Mannheim festgelegt. Im letzten Schritt untersuchte und bewertete die Bahn insgesamt zehn Varianten für die gesamte Strecke zwischen Zeppelinheim und Mannheim-Waldhof, um die Vorzugsvariante zu ermitteln. Bei allen Schritten flossen Vorschläge der Region mit in die Entscheidung ein. Seit November 2020 steht die Vorzugsvariante fest.

Im nächsten Schritt werden regionale Forderungen zur Vorzugsvariante zusammengestellt. Die Bahn beabsichtigt, diese 2022 über das BMVI dem Deutschen Bundestag zur Parlamentarischen Befassung vorzulegen. Parallel bereitet das Projektteam das Planfeststellungsverfahren für den ersten Abschnitt zwischen Zeppelinheim und Darmstadt-Nord vor. Die Planfeststellungsunterlagen sollen im Herbst 2021 beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht werden.



Zeitplan

Herbst 2020

Variantenentscheid:
Vorzugsvariante festgelegt

Herbst 2021

Start 1. Planfeststellungsverfahren im Abschnitt Zeppelinheim–Darmstadt-Nord

nach 2030

Inbetriebnahme der Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim