Schallschutz

Foto: Lothar Mantel

Für eine leise Bahn

Der Schutz vor Bahnlärm ist in Deutschland gesetzlich geregelt. Nach dem 16. Bundes-Immissionsschutzgesetz (16. BImSchV) muss die Bahn für jeden einzelnen Planfeststellungsabschnitt eine schalltechnische Untersuchung durchführen lassen. Die beauftragten Gutachter:innen errechnen die Auswirkungen der geplanten Bauvorhaben auf die Schallimmissionswerte, also den verursachten Lärm. Außerdem geben sie die erforderlichen Maßnahmen zur Geräuschminderung vor.

Aktiver und passiver Schallschutz

Grafik Lärmschutzziel 2020

Um Menschen entlang von Bahnstrecken bestmöglich vor Bahnlärm zu schützen, setzt die Deutsche Bahn auf unterschiedliche Maßnahmen. So hat die Bahn wie geplant bis Ende 2020 ihre Güterflotte vollständig auf leise Bremssohlen umgerüstet. Außerdem errichtet sie Schallschutzwände und erforscht innovative Technologien für mehr Ruhe entlang von Eisenbahnstrecken. Meist kommt eine Kombination aus Lärmschutz an der Infrastruktur und Lärmminderung direkt am Fahrzeug zum Einsatz. Man unterscheidet hier auch zwischen aktiven Maßnahmen wie Schallschutzwänden oder das „Besonders überwachte Gleis“ (BüG) und passiven Maßnahmen wie Schallschutzfenstern oder schalldämmenden Lüftern.

Weitere detaillierte Informationen erhalten Sie im Lärmschutzportal der Deutschen Bahn.

Schallschutz zwischen Frankfurt und Mannheim

Zum derzeitigen Planungsstand lässt sich noch nicht sagen, mit welchen konkreten Lärmentwicklungen an der neuen Trasse zu rechnen ist und welche besonderen Schallschutzmaßnahmen dann zum Tragen kommen. Für die bevorstehende parlamentarische Befassung lässt die Bahn derzeit für alle Kommunen entlang der Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim die gesetzlichen Schallschutzmaßnahmen ermitteln. Mit ersten Ergebnissen ist bis Sommer 2021 zu rechnen. Weitere regionale Forderungen wie Tunnelverlängerungen oder verbesserte Schallschutzmaßnahmen auf den Bestandsstrecken fließen in die Prüfungen mit ein.

Nächtlicher Güterverkehr fährt auf der NBS

Foto: Deutsche Bahn AG/Jochen Schmidt
Nachts fährt der Güterverkehr auf der Neubaustrecke. (Foto: Deutsche Bahn AG/Jochen Schmidt)

Eine entscheidende Maßnahme im Projekt Frankfurt–Mannheim ist die Verkehrslenkung: Der nächtliche Güterverkehr wird künftig von den bestehenden Bahnstrecken auf die neue Trasse durch besiedlungsärmere Gegenden umgeleitet.