Umweltschutz

Grün ist mehr als eine Haltung

Kein Verkehrsmittel ist so energiesparend und klimafreundlich wie die Bahn. Doch das wachsende Verkehrsaufkommen bringt die vorhandenen Verkehrsträger an ihre Kapazitätsgrenzen. Damit die Schiene auch in Zukunft eine umweltfreundliche Alternative zur Straße bleibt, investiert die Bahn ständig in den Ausbau und die Optimierung ihrer Infrastruktur. Damit die Bahn moderner wird. Und grüner.

Denn nur mit einer starken Schiene sind Deutschlands Klimaziele zu erreichen. Für die Deutsche Bahn heißt das: Bis zum Jahr 2050 will sie klimaneutral sein. Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen halbiert werden. Und bis 2038 wird der Strom der Bahn zu 100 Prozent aus Ökostrom bestehen.

Darüber hinaus setzt sich die Bahn für den Erhalt eines gesunden Ökosystems ein. Jedes Infrastrukturprojekt bringt Eingriffe in die Natur mit sich. Um die Auswirkungen für Mensch, Tier und Landschaft so gering wie möglich zu halten, haben Natur- und Umweltschutz bei der Deutschen Bahn einen hohen Stellenwert. Von Beginn an fließen diese Themen deshalb in die Planung jedes Bauvorhabens ein. So forstet die Bahn im Rahmen von zahlreichen Ausgleichsmaßnahmen Wälder auf, renaturiert Gewässer und schafft neue Lebensräume für bedrohte Tiere und Pflanzen.

Mehr zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz bei der Deutschen Bahn.

Konkrete Maßnahmen gibt es unter „Das ist grün“.

Wir gestalten Landschaften mit Zukunft

Wisent in der Muna Münster
Wisent auf dem Gelände der ehemaligen Munitionsanstalt (Muna) in Münster. Die europäischen Bisons leben dort als natürliche Landschaftspfleger. (Foto: German Roamers)

Im Rahmen der Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim sorgt die Bahn mit vielfältigen Kompensationsmaßnahmen für einen ökologischen Ausgleich der durch den Trassenbau beanspruchten Flächen.

Um trotz vielfältiger Flächenkonkurrenz möglichst Konflikte mit allen weiteren Flächennutzern in den Ballungsräumen Rhein-Main und Rhein-Neckar zu vermeiden, begann das Projekt bereits im Jahr 2007 – also so früh wie möglich – mit der Flächenakquise und Maßnahmenumsetzung. Ziel des Projektteams ist es, nicht nur einen 1:1-Ersatz für die in Anspruch genommenen Flächen zu schaffen, sondern auch einen Mehrwert für die Natur, das Klima und die Menschen. Die DB versteht sich dabei als Partner der Kommunen bei der Gestaltung der Landschaft von morgen.

So ist auch das Projekt „Klimawald“ zum Schutz der südhessischen Wälder entstanden. Gemeinsam mit kompetenten Partnern wie dem Bundesforst, der Hessischen Landgesellschaft (HLG), externen Umweltplanern sowie den Kommunen entwickelt die DB Waldkonzepte, um dem fortschreitenden Waldsterben als Folge von Trockenstress und Klimawandel entgegenzuwirken. Durch den Erhalt, die Wiederherstellung sowie insbesondere die Vernetzung der sensiblen Lebensräume und die Förderung der Biodiversität leistet das Klimawaldprojekt damit auch einen relevanten Beitrag zum Artenschutz.

Zum DB Klimawald gehören bisher folgende waldökologischen Projekte:

  • der klimastabile Waldumbau im Pfungstädter Wald
  • die Förderung einer natürlichen Waldentwicklung mit Offenlandflächen in der Muna Münster
  • die Erhaltung alter lichter Eichenwälder in der Beckertanne
  • die Pflege von ökologisch wertvollem Offenland im Griesheimer Sand

Unsere Ausgleichsmaßnahmen

Foto: Bundesforst/Christoph Goebel
Foto: Bundesforst/Christoph Goebel

Campo Pond

Auf dem ehemaligen US-Militärgelände in Hanau leben heute sieben Przewalski-Urwildpferde. 2009 wurden die seltenen Tiere auf dem 67 Hektar großen Gelände angesiedelt.

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Muna Münster

Das rund 260 Hektar große Gelände diente einst als Munitionsanstalt (Muna) der US-Armee. Heute leben auf dem Areal nahe der südhessischen Kleinstadt Münster-Breitefeld Wisente und Przewalski-Pferde.

Bei Instagram und Facebook berichten die Tierbetreuerinnen Svenja & Mareike über ihre Arbeit mit den Tieren.

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Foto: Bundesforst/Christoph Goebel
Foto: Bundesforst/Christoph Goebel
Foto: Ökoagentur für Hessen/Patrick Steinmetz
Foto: Ökoagentur für Hessen/Patrick Steinmetz

Beckertanne

Das Gebiet Beckertanne in der Nähe von Darmstadt war viele Jahre Truppenübungsplatz der US-Armee. Seit 2000 bildet es zusammen mit der Griesheimer Düne ein anerkanntes Fauna-Flora-Habitat.

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Griesheimer Sand

In Griesheim bei Darmstadt wird die Deutsche Bahn eine 64 Hektar große Sand- und Weidelandschaft schaffen. Aus dem überschüssigen Aushub der Bauarbeiten soll inmitten des Ballungsraums Rhein/Main eine in Deutschland nahezu einzigartige Dünenlandschaft entstehen.

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Foto: Ökoagentur für Hessen/Patrick Steinmetz
Foto: Ökoagentur für Hessen/Patrick Steinmetz
Foto: Deutsche Bahn AG/Matthias Mähliß
Foto: Deutsche Bahn AG/Matthias Mähliß

Wald Pfungstadt

Auf rund 350 Hektar soll der Wald bei Pfungstadt zu einem klimastabilen heterogenen Mischwald umgewandelt werden. Es entstehen lichte, lockere Laubwälder z.B. aus Eichen, Buchen und Hainbuchen zum Schutz zahlreicher Tierarten.

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Kollekturwald

Die Bahn plant den Umbau der bestehenden Waldfläche bei Mannheim-Käfertal zu einem klimawandelresistenten Laubmischwald.

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Foto: Deutsche Bahn AG/Matthias Mähliß

Wilder Fototrip